Beleuchtung

Kosten

LEDs für Aquarien sind im Betrieb besonders günstig. Dies liegt daran, weil sie so besonders effektiv sind. Anders als normale Lampen wird die meiste Energie nicht in Wärme umgesetzt. Eine 100 W Glühlampe ist eigentlich eher eine schlechte Heizung, die auch noch leuchtet. Dafür sind die Anschaffungskosten etwas höher. Diese können sich aber zum Teil amortisieren. Es gibt aber noch jede Menge andere Vorteile für eine LED-Beleuchtung in einem Aquarium.

Die Effektivität verschiedener Beleuchtungen lässt sich recht einfach bestimmen. Wichtig dafür ist der Lichtstrom oder ganz banal auch die Leuchtstärke. Diese wird in Lumen kurz lm angegeben. Je größer die Lumenzahl umso heller ist die Lampe. Allerdings reicht ein einfaches Vergleichen der Leuchtstärke nicht aus. Lampen haben unterschiedliche Leistung. Diese wird in Watt kurz W angegeben. Die Effektivität einer Lampe ist die Lichtausbeute das Verhältnis von Lichtstrom zu Leistung, also lm/W. Eine normale Glühlampe hat eine Lichtausbeute von 10 bis 20 lm/W. Eine Leuchtstoffröhre hat schon eine höhere Ausbeute von 40 bis 80 lm/W. Die Lichtausbeute von LEDs kann größer als 100 lm/W sein.

Die  Betriebskosten einer Aquarium-LED lässt sich dann ganz einfach berichten. Dazu einfach die Leistung der Lampe entnehmen. Diese steht meist auf der Verpackung oder auch auf der Leuchte. Wenn es mehrere Lampen sind, musst du die Leistung aller Lampen einfach zusammen rechnen. In dem Formular unten müssen dann noch die Betriebsstunden und der Strompreis eingetragen werden. Bei einem Klick auf „Berechnen“ werden dann die Betriebskosten ausgerechnet.

Farbtemperatur

Die Farbtemperatur ist eine wichtige Eigenschaft für die Beleuchtung des Aquariums. Alle Informationen zur richtigen Temperatur findest du hier.

Sonnenaufgang

Ein Aquarium ist ein kleines Stück Natur für das Wohnzimmer. Und wie es in der Natur üblich ist, gibt es niemanden der das Licht einfach ein- und ausschaltet. Wir nennen das ganz einfach Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Aber was hat das mit der Beleuchtung eines Aquariums zu tun? Nun, die Fische sind es nicht gewohnt, dass das Licht so schlagartig sich einschaltet. Daher ist eine Sonnenaufgangsimulation eine ganz praktische Sache. Hier wird das Licht erst ganz langsam auf volle Leuchtstärke geregelt. Eine Zeit von 30 s bis 1 min reicht aus. Dazu wird jedoch ein entsprechender Controller gebraucht. Mit einer einfachen Zeitschaltuhr ist das nicht möglich. Jeder gängige Hersteller hat eigentlich einen passenden Controller im Angebot.

Umrüstung

Aquarien mit Leuchtstoffröhren können einfach auf LED-Beleuchtung umgerüstet werden. Dabei ist es egal ob es sich um eine T5 oder auch T8 Fassung handelt. Es gibt dazu passende Adapter von allen gängigen Herstellern. Diese werden einfach durch die alten Fassungen ersetzt.

 

Farbtemperatur

Die richtige Farbtemperatur ist entscheidend bei der Wahl der LED-Beleuchtung für dein Aquarium. Diese wird in Kelvin angegeben. Ich spare mir hier einmal die ganze physikalische Beschreibung. Nur so viel: mit der Temperatur hat das nichts zu tun. Die Lichttemperatur gibt an, wie das Licht einer Lampe auf uns wirkt. Um es etwas einfacher zu machen: Eine niedrige Farbtemperatur wirkt eher warm und sieht rötlich (2000 – 3500 K) aus. Eine hohe Farbtemperatur wirkt eher kalt und sieht bläulich (8000 bis 10000 K) aus. Das Tageslicht hat eine Farbtemperatur von etwa 5500 bis 8000 K und besteht zu etwa gleichen Anteilen aus allen Farben. Genau diese Farbtemperatur sollte auch eine Aquariumbeleuchtung haben. Außer für Salzwasseraquarien. Hier sollte eine Farbtemperatur von >8000K verwendet werden.

Pflanzen brauchen für das Wachstum vor allem rötliches und bläuliches Licht. Daher sollte die LED-Beleuchtung eine Farbtemperatur von etwa 6000 K haben. Hier sind beide Anteile enthalten. Außerdem kommen so die Farben des Aquariums, der Pflanzen und der Fische besonders gut zur Geltung. So lässt sich das Aquarium sehr schön in Szene setzen.

Meist stehen auf den Verpackungen der Lampen verschiedene charakteristische Lichtfarben. Mit warmweiß ist eine Farbtemperatur unter 3300 K gemeint. Neutralisiert bezeichnet eine Farbtemperatur des Lichtgeschwindigkeit zwischen 3300 K und 5000 K. Für dein Aquarium ist mit der Bezeichnung Tageslichtweiß oder auch Kaltweiß ab 5000 K die richtige Beleuchtung.

Anbei eine Übersicht verschiedener Beleuchtungen und deren typische Farbtemperatur:

LED 6000 K

Leuchtstoffröhre 4500 K

Sonne 5500 K

Kerze 1500 K

Glühlampe 3000 K

Das Mondlicht ist eine tolle Erweiterung für die Beleuchtung des Aquariums. Zusätzlich ist es förderlich für das Wohlbefinden der Fische. Als Nachtlicht wird das Aquarium am Abend dann auch noch zum Blickfang. In der Natur sorgt das Leuchten des Mondes ebenfalls für eine indirekte Beleuchtung des Wassers.

Was soll ich als Mondlicht verwenden?

Das Mondlicht muss nicht besonders hell sein. Ein paar wenige Leuchtquellen reichen aus. Es dient ja schließlich nicht zur Förderung des Pflanzenwachstums. Dafür gibt es ja das normale helle LED-Licht im Aquarium. Viel mehr ist es ein Ambientelicht. Diese soll vor allem für eine schöne Optik sorgen. Am besten eignen sich stromsparende LEDs. Mit doppelseitigem Klebeband lassen diese sich auch einfach montieren. Wirklich teuer sind diese Lampen auch nicht. Ein bläuliche Farbe simuliert einen schönen Mondschein. So kommt er auch in der Natur vor.

Gut für die Tiere

Die Simulation des schimmernden Lichtes des Mondes sorgt ebenfalls für ein besseres Wohlbefinden der Tiere. Dies führt zu einer besseren Gesundheit. In der blauen Beleuchtung können sich die Fische besser zurechtfinden. Es herscht keine völlige Dunkelheit. Dadurch sinkt der Stresslevel. Kleine Fische verstecken sich häufig vor Räubern und können so die Nischen besser finden.

Zeitschaltung

Am besten verknüpft man das Mondlicht mit einer Zeitschaltuhr. Dadurch muss man sich nicht darum kümmern abends das Licht einzuschalten. Diese gibt es günstig im Internet. Wenn man will, kann man auch das Timing so auswählen, dass das Nachtlicht nicht die gesamte Nacht an ist. So sinken etwas die Energiekosten. Befindet sich das Aquarium in einem Schlafzimmer ist dies sicher auch nicht verkehrt.

Zusammenfassung

Wie du siehst ist das Mondlicht eine perfekte Ergänzung zur LED-Beleuchtung. Es sorgt für ein schöneres Aquarium und zu gesünderen Tieren. Meiner Meinung nach die Beleuchtung erst dann wirklich perfekt.

Mondlicht ist eine tolle Ergänzung für die Beleuchtung des Aquariums. Aber immer wieder stolpert man über die Frage, ob blaues Mondlicht das Wachstum der Algen fördert. In diesem Beitrag versuche ich dem Mythos des schädlichen Nachtlichts auf den Grund zu gehen.

Für diejenigen, die mehr darüber wissen möchten, wie man selbst eine LED Beleuchtung für sein Aquarium baut, habe ich einen kleinen Artikel geschrieben. Ebenfalls habe ich mich in einem anderen Beitrag darüber ausgelassen, wie die Farbtemperatur des Lichtes mit dem Pflanzenwachstum zusammen hängt.

Wie wirkt blaues Licht auf das Pflanzenwachstum?

Pflanzen brauchen Licht zum Leben. Nur mit Hilfe des Lichtes können Pflanzen ihren elementaren Stoffwechselprozess die Photosynthese durchführen. Das sagt auch schon das Teilwort „Photo“. Nun besteht das Licht, das von den verschiedenen Quellen ausgesendet wird aus verschiedenen Farbanteilen. Abhängig von Tageszeit, Jahreszeit, Standort und Wetter setzen sich die Anteile im Tageslicht unterschiedlich zusammen.

Pflanzen können das gesamte elektromagnetische Spektrum des Lichtes verarbeiten. Dabei haben verschiedene Anteile verschiedene Auswirkungen auf die Pflanze. Als Faustformel kann man sagen blaues Licht lässt Pflanzen vor allem buschig wachsen und rotes Licht lässt Pflanzen vor allem in die Höhe wachsen.

Fördert blaues Mondlicht das Algenwachstum im Aquarium?

Immer wieder hört man von vermehrten Algenwachstum bei der Verwendung von Mondlicht. Besonders das blaue Licht soll verantwortlich für das vermehrte schädliche Wachstum sein. Allerdings gibt es genau so viele Erfahrungsberichte, die genau das Gegenteil behaupten. Was ist also dran am schädlichen Nachtlicht?

Es heißt immer wieder, dass Algen auf blaues Licht besser abgestimmt sind. Diese können dadurch besser wachsen als höhere Pflanzen. Aber hier habe ich keine verlässliche Quelle gefunden. Einzig ein kleines Experiment konnte ich finden. Hier ist der Algenbefall im blau beleuchteten Bereich um einiges mehr ausgeprägt. Allerdings gibt es einige Erfahrungsberichte, dass Algen genau unter dem Mondlicht besonders stark wachsen. Wenn es jedoch schon einen Hang zu Algen im Aquarium gibt, würde sich dies einfach durch eine bessere Beleuchtung erklären.

Das Mondlicht richtig einsetzen

Solltest du vermuten, dass das blaue Mondlicht das Algenwachstum in deinem Aquarium fördert, dann kannst du versuchen die Beleuchtungszeit immer weiter zu reduzieren. Wenn das Algenwachstum zurück geht, kann es tatsächlich am blauen Mondlicht liegen. Überhaupt sollte das Nachtlicht nicht die ganze Nacht lang leuchten. Mit einer Zeitschaltuhr kannst du dies am besten mit der normalen Beleuchtung timen. Wenn das Licht langsam dunkel geworden ist, kann für ein bis zwei Stunden dann bläuliche Mondlicht leuchten. Dann ist auch die Gefahr für vermehrten Algenwuchs sehr gering.